Naturparks in Andalusien

Andalusien besitzt mit mehr als 80 Naturschutzgebieten, die insgesamt eine Fläche von 20% bedecken, einen einzigartigen Naturreichtum. Zu den 24 Naturparks, die sich auf Berg-, Wald- und Küstengebiete erstrecken, kommen noch zwei Nationalparks (Sierra Nevada, Coto Doñana) hinzu, die außerdem zu Biosphärenreservaten erklärt wurden.

Zahlreiche kleinere Naturreservate und Naturlandschaften mit Feuchtgebieten von ökologischer Bedeutung und interessanter landschaftlicher Vielfalt runden das Angebot ab.

Wir stellen Ihnen hier nur einige dieser wunderschönen Naturlandschaften vor...

Sierra de Cazorla Segura y Las Villas – Der in der Provinz Jaén gelegene Naturpark ist mit mehr als 214.000 Hektar der größte in Andalusien und auch der Ursprung des Guadalquivir Flusses. Der Park ist außerordentlich reich an Flora und Fauna mit selten gewordenen Tierarten wie Steinböcke und Steinadler. Für Wanderer, Mountainbikefahrer und Tierbeobachter besteht ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten mit Übernachtungsmöglichkeiten im Bergdorf Cazorla oder im Nationalpark.

Sierra Nevada – Mit dem Gipfel  Mulhacen (3482m) ist dieser Nationalpark südlich von Granada das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel. Aufgrund der guten Schneeverhältnisse und Inrastruktur fanden hier bereits alpine Ski-Weltmeisterschaften statt und auch die Mountainbike-Weltmeisterschaft wurde hier ausgetragen.

Las Alpujarras - Am südlichen Hang der Sierra Nevada liegt die romantische Bergregion Las Alpujarras mit bewaldeten Hügeln, Tälern und Schluchten. Sehenswert ist das Poqueira-Tal mit den malerischen  Dörfern  Pampaneira, Bubión und Capileira im maurischen Stil. Etwas weiter östlich liegt Trévelez, die höchgelegene Gemeinde Spaniens mit einem ausgezeichneten Schinken, der hier hergestellt wird. Von diesen Orten aus gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern, Bergsteigen und Mountainbiking. 

Cabo de Gata – Nur einige Kilometer von Almería entfernt liegt dieser Naturpark mit einer beindruckenden Landschaft bestehend aus einem wüstenartigen Hinterland, zerklüfteten Bergen, Steilküsten und vielen einsamen Stränden. Auch die kleinen verschlafene Küstenorte  wie San Jose,  La Isleta oder Las Negras bezaubern die Besucher, und eine faszinierende ebenfalls geschütze Unterwasserwelt begeistert Taucher und Schnorchler.

Sierra de Grazalema – Der Naturschutzpark mit einer Grösse von 53.411 Hektar in der Nähe von Ronda stellt eines der Gebiete von höchstem ökologischen Wert dar und ist gleichzeitig die regenreichste Region Spaniens. Nicht nur für Wanderer, sondern auch für Tierbeobachter und Radfahrer bestehen hier beste Freizeitmöglichkeiten.  Einige der schönsten weißen Dörfer Andalusiens, die Pueblos Blancos,  wie Grazalema und Zahara de la Sierra liegen in dieser Bergregion.

Sierra de las Nieves – Tiefe Schluchten und imposante Kalkberge prägen diesen Gebirgszug, der zum Bergland von Ronda gehört. Im Naturpark und Biosphärenreservat finden wir mit 1919 Meter Höhe den Torecilla als höchsten Gipfel und eine 3000 Hektar großen Wald mit den selten gewordenen und geschützten Igeltannen. Wanderer und Mountainbikefahrer kommen in diesem Gebiet ganz auf ihre Kosten.